Klimaschutz bei öffentlichen Investitionen

Der Klimaschutz durch Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen wird Teil unseres Alltags. Elektroantrieb, Photovoltaik und bessere Wärmedämmung helfen uns, aber wir merken auch, wie zäh das Rennen wird, wenn es um die Änderung unseres energieintensiven Alltags geht.  Wir haben Ansprüche an unsere Lebensqualität, unsere Mobilität und an öffentliche Infrastruktur, die oft im Konflikt mit den Klimazielen stehen.

Für die Kommunalpolitik ist ein besonderes Problem der Konflikt zwischen Klimaschutz und dem Ausbau der öffentlichen Infrastruktur, der sehr oft  bedeutet, dass neue und größere Gebäude  entstehen. Derzeit plant die Stadt konkret den Bau 2 neuer Kitas, Neubauten an 3 Schulstandorten, einen Rathausanbau, ein neues Badlantic, eine Sporthalle, eine Tiefgarage.

Der Bau all dieser Bauwerke ist sehr energieintensiv, eine Tonne Beton verursacht 590 kg Treibhausgasemissionen, etwa die Menge, die ein Hin- und Rückflug nach Mallorca pro Person verursacht. Die Bauwirtschaft steht für 10% aller Treibhausgasemissionen. Bei einem Neubau entstehen heute  80% der Emissionen beim Bau und nur 20% während der 50 Jahre Nutzungsdauer für Wärme etc. Wir treffen heute also große Entscheidungen gegen den Klimaschutz, die wir durch das künftige Runterdrehen unserer Heizungen nie kompensieren können.

Für die WAB ist der Bau neuer Kitas, die Sanierung unserer Schulen und der Bau einer Turnhalle unverzichtbar, aber der Klimaeffekt ist schmerzhaft und muss bei den konkreten Planungen durch weniger Bauvolumen , die Verwendung von Holz oder andere Lösungen minimiert werden. Beim Badlantic wollen wir prüfen, ob eine Teilsanierung des bestehenden Bades  für den Klimaschutz die bessere Lösung ist.

Eine Neubewertung aus Sicht des Klimaschutzes brauchen wir auch für die geplante Tiefgarage.  Sie ist für die WAB bisher der „saure Apfel“, in den wir beißen, um die Innenstadt umzugestalten. Aber der Bau erfordert Tausende Tonnen an Baustoffen  mit gravierenden Treibhausgasemissionen. Ist das wirklich „alternativlos“ oder kriegen wir einen Umbau der Innenstadt im Einklang mit dem Klimaschutz hin?

Was meinen Sie dazu? Kontaktieren Sie uns gerne unter

Peter Egan, 14. Juli 2021

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