Veranstaltungshinweis: Umgestaltung der Innenstadt

Unsere Innenstadt für den Menschen umgestalten

Die Struktur der Ahrensburger Innenstadt ist dominiert von dem Ziel, möglichst viele Parkplätze mitten in der Stadt zu bieten. Die Folgen sind öffentliche Räume und Plätze mit wenig Aufenthaltsqualität durch Enge, Unübersichtlichkeit  und permanenten Parkplatzsuchverkehr. Glücklicherweise gibt es in unserer  Innenstadt trotz vieler Bausünden noch Strukturen mit Charme. Ab 2020 wollen wir beginnen, den Dreizack mit Hamburger Straße, Hagener Allee und Manhagener Allee  derart umzubauen, dass dort  wieder attraktives öffentliches Leben möglich wird.

Innenstädte hatten früher vor allem  eine Grundversorgungsfunktion. Dies leisten heute die Supermärkte, Discounter und Fachmärkte am Rande der Stadt mit riesigen  Parkplätzen vor der Tür.  Diese Orte sind nützlich, aber niemand würde dort bummeln  wollen.  Eine moderne Innenstadt hingegen bietet den Bürgern ein Ambiente mit hoher Aufenthaltsqualität und vielen sozialen Angeboten, so dass sie dort gerne verweilen und bummeln. Dies ist das richtige Umfeld  für Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen, die mit  kompetenter Beratung und sehr gutem Service  punkten wollen.

Für die Schaffung dieser dem Menschen gerechten Atmosphäre braucht es aus Sicht der WAB auch den Rückbau von Parkplätzen. Aber es braucht mehr als das:  stimmige  Pflasterung, Beleuchtung, Querverbindungen, Bänke  und Orte zum Verweilen. Und es braucht mehr soziale Angebote wie Straßenkunst, Musik, Kleintheater, die die Bürger zum Kommen und Verweilen animieren.  Wir wollen diesen Umbau gestalten, von dem auch Handel und Gastronomie, wie schon beim Umbau von Rondeel und Große Straße,  profitieren werden.

Ganz besonders gefragt sind jedoch Sie, die Bürger, Konsumenten  und Nutznießer des Umbaus.  Diskutieren Sie mit uns, wie Sie sich die Zukunft der Ahrensburger Innenstadt vorstellen. Wir freuen uns auf gute  Ideen. Nächste Woche lädt die WAB ein zu einer Informations- und Diskussionsrunde über die Umgestaltung  unserer Innenstadt. Wir treffen uns am 29.10. um 19:00 im Peter-Rantzau-Haus im OG/Raum 2.  Gerne können Sie uns auch Ihre Vorschläge schicken an

Peter Egan, WAB-Fraktionsvorsitzender

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Sanierungsfall Sportplätze – Hallenkapazität am Limit

Die Kapazität der Sporthallen ist am Limit und unsere Sportplätze Pflege- und Sanierungsbedürftig. Das ist die zusammengefasste Antwort der Verwaltung auf zwei aktuelle Anfragen der WAB, die uns AhrensburgerInnen nicht nur fassungslos, sondern auch nachdenklich machen sollte.

Bundesjugendspiele werden abgesagt und Trainingseinheiten fallen aus, da die Sportplätze aufgrund von Sicherheitsbedenken gesperrt werden müssen. Kinder und Jugendliche tragen sich auf Wartelisten ein, da die Sportvereine keine weiteren Hallenkapazitäten erhalten. Das können und wollen wir nicht akzeptieren.

Wir als WAB haben die Anfragen gestellt, um einen Überblick zu schaffen und Initiativen zu ermöglichen, die den schlechten Zustand beheben. Wir stehen für ein Ahrensburg, in dem die Vereine mit Ihren Mitgliedern eine Umgebung vorfinden, in der man sich auf Basis von individuellen Vorlieben für eine Sportart entscheidet und nicht aufgrund von verfügbaren Kapazitäten. Dazu gehört eine kontinuierliche aber auch maßvolle Investition in Ausbau und Instandhaltung, die im letzten Jahrzehnt aus unterschiedlichen Gründen vernachlässigt wurde.

Alleine die Sanierung der Sportplätze wird mehrere Millionen Euro kosten und uns über Jahre hinweg beschäftigen. Dennoch gibt es dazu keine Alternativen, der Spielbetrieb muss aufrecht gehalten werden. Wir müssen sogar noch einen Schritt weitergehen und die Voraussetzungen schaffen, damit ein Sanierungsstau zukünftig nicht mehr vorkommen kann. Auch müssen wir uns der Diskussion stellen, inwiefern zusätzliche Sportstätten mittelfristig geplant und umgesetzt werden sollten.

Wenn Sport ein wichtiger Teil von Ahrensburg sein soll, müssen wir wieder mehr investieren. In Ahrensburg, für uns und für unsere Kinder.

Wir als WAB werden uns mit diesen Themen intensiv auseinandersetzen und im Sinne des Sports und der Stadt Entscheidungen herbeiführen.

Wenn Sie sich bei dieser Diskussion einbringen wollen oder sogar kurzfristige Lösungsvorschläge für die aktuelle Situation haben, schreiben Sie uns gerne an .

Mit besten Grüßen,

Marcus Olszok, Stadtverordneter der WAB und Mitglied im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss.

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Ahrensburg im Investitionsstau

Seit Jahren leidet die Entwicklung der Stadt darunter, dass geplante Investitionen nur mit großer Verzögerung umgesetzt werden.  Zum Jahresende 2018 hatten wir unerledigte Projekte  im Wert von 12 Mio Euro., was etwa 14 Monate Rückstand entspricht.  Statt diesen Überhang in Ruhe abzuarbeiten, haben wir für 2019 weitere 17 Mio eingeplant. Diese Pläne sind unrealistisch und alle wissen es.

Alle am Entstehen von Investitionshaushalten beteiligten Gruppen heizen diese Übersteuerung an. Vereine, Verbände, Schulleiter und Bürger fordern die Modernisierung und Erweiterung  von Straßen, Schulen, Kitas und Sportanlagen. Für Politiker ist der Entscheid über neue Investitionen eine gute Gelegenheit zur Profilierung. Und unsere Verwaltung weigert sich, die Pläne auf ein realistisches Maß zurückzustutzen. Die Folgen sind unübersehbar. Die Sanierung des Rathauses, der Bau von Umkleidekabinen, die Sanierung der Stormarnschule und viel andere Projekte liegen weit hinter den Zeitplänen.

Im Mai 2019 beantragte die WAB, die Summe neuer Investitionen ab 2020 auf maximal 10 Mio Euro pro Jahr zu deckeln, aber dieser Antrag wurde leider von SPD, Grünen und FDP abgelehnt. So werden wir wohl auch in Zukunft  mit unrealistischen Plänen arbeiten müssen. Dies führt zur Überlastung unserer Ingenieure und Architekten, weil  zu viele  Projekte gleichzeitig in Arbeit sind. Das System wird durch die Überlastung nicht schneller, sondern langsamer.

Startpunkt für eine Trendwende ist die ehrliche Einschätzung der Verwaltung, wie viel Projektvolumen sie maximal jährlich  stemmen kann. Dabei ist zu beachten, dass unsere Ingenieure und Architekten nicht nur für Neuprojekte verantwortlich sind, sondern auch für die laufende Unterhaltung der Infrastruktur und für eine Vielfalt hoheitlicher Aufgaben.  Auf dieser Basis muss die Politik Strategien entwickeln und Prioritäten setzen. Dabei werden wir kurzfristig Enttäuschungen produzieren, aber mittelfristig erreichen wir mehr, als mit der aktuellen systematischen Übersteuerung.

Wenn Sie sich bei dieser Diskussion einbringen wollen, schreiben Sie uns Ihre Meinung an

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Lokal Klimaschutz vorantreiben

Das Verhältnis der Deutschen zum Klimaschutz ist, gelinde gesagt, inkonsequent. Bei den letzten Wahlen haben die Grünen sehr gut abgeschnitten, der Klimaschutz wird von den Bürgern als gesamtgesellschaftliche Priorität benannt. Andererseits laufen unsere Braunkohlekraftwerke bis 2038, florieren Fernreisen und Kreuzfahrten, die enorm viel CO2 freisetzen. Die schon totgesagte Getränkedose boomt und ein Leben ohne Coffe to go im Plastikbecher scheint vielen Bürgern möglich, aber sinnlos. Und auf lokaler Ebene kann man eh nichts bewegen, oder?

Mitnichten, auf kommunaler Ebene können und müssen wir viel bewegen. Der einzelne Bürger mag zwischen öffentlichem Anspruch und privaten Zwängen stecken, aber die Gemeinden sollten den Klimaschutz zu einer Maxime ihres Handelns machen. Klimaschutz und Artenschutz sind Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.

Ahrensburg hat ein Klimaschutzkonzept, das eine Vielzahl von Vorschlägen zum Klimaschutz enthält.  Wir haben einen Energiemanager und eine Klimaschutzmanagerin eingestellt, die Klimaschutzprogramme vorantreiben sollen. Unsere Straßenbeleuchtung wird Zug um Zug auf LED umgestellt. Unsere Schulen werden modernisiert, das Rathaus saniert, im Badlantic wurde ein Blockheizkraftwerk installiert, unser Klärwerk ist energieautark,  die Stadtwerke haben E-Ladestationen gebaut. Aber bisher geht alles zu langsam und zögerlich, wir brauchen mehr Tempo.

Die Sanierung öffentlicher Gebäude muss hohen energetischen Ansprüchen entsprechen, auch wenn dies zu Mehrkosten führt. Wo immer es geht sollten wir den Einsatz von Photovoltaik unterstützen. Die WAB will  den Ausbau von ÖPNV und Radverkehr viel entschiedener vorantreiben und mehr Mittel dafür bereitstellen. Ein in Ahrensburg besonders schwieriges Thema ist die Reduzierung des innerstädtischen PKW-Verkehrs. Die WAB plädiert für städtisch subventionierte Shuttle-Services aus den Vororten in die Innenstadt als Alternative zum eigenen Auto.  Dies würde uns auch helfen, die Dominanz des PKW-Verkehrs in der Innenstadt zu vermindern. Haben Sie konkrete Ideen zum lokalen Klimaschutz in Ahrensburg? Dann schicken Sie uns gern eine Mail an fraktion@wab-ahrensburg oder besuchen Sie uns in einer Fraktionssitzung.

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Neuordnung des Verkehrs in der Ahrensburger Innenstadt

In diesem Jahr stehen wichtige Entscheidungen zur Modernisierung der Ahrensburger Innenstadt an, insbesondere über den Bau neuer Parkplätze und die Sanierung der Hamburger Straße. Da diese Projekte nicht nur viel Geld kosten, sondern auch die Innenstadt nachhaltig prägen werden, strebt die WAB ein übergreifendes Mobilitätskonzept an, bevor über konkrete Einzelmaßnahmen entschieden wird.

Die Struktur unserer Innenstadt ist geprägt durch das Ziel, möglichst viele PKW aufzunehmen. Autos dominieren das Geschehen. Fußgänger und Fahrradfahrer drängen sich auf engstem Raum, die Aufenthaltsqualität an Hamburger Straße,  Hagener Allee ist gering, vom Rathausplatz ganz zu schweigen. Dabei haben unsere Straßen und Plätze das Potenzial zur attraktiven Umgestaltung, aber dies kann nur gelingen, wenn wir die Dominanz des PKW vermindern. Eine lebendige Innenstadt muss für die Bürger gut erreichbar sein, aber braucht es dazu immer das eigene Auto? Die WAB will, dass die Alternativen zum eigenen PKW  viel stärker gefördert werden.

Die Stadt muss mehr investieren in den Umbau der innenstadtnahen Straßen, so dass die Radrouten sicherer und attraktiver werden. Unsere Buslinien werden von PKW-Besitzern kaum genutzt, weil die Haltestellen zu weit entfernt sind. Daher wollen wir den ÖPNV ergänzen durch Shuttle-Services wie MOIA oder IOKI, die bereits in Hamburg im Einsatz sind. Die Grundidee ist, dass die Nutzer mit ihrem Smartphone eine Route buchen und ein Kleinbus sie von zuhause abholt und ans Ziel bringt, zu einem Preis, der zwischen Bus und Taxi liegt.

Für die Bürger, die trotzdem mit dem eigenen PKW fahren, wollen wir bis zu 250 neue Parkplätze hinter dem Rathaus schaffen. Ein entsprechender Parkplatz würde ca. 1 Mio kosten, eine Tiefgarage zwischen 8 und 11 Mio Euro. Welche Lösung auch immer kommen wird, die Bedingung muss sein, dass entsprechend bestehende Parkplätze in den Straßen der Innenstadt abgebaut werden.

Wollen Sie mehr über unsere Ideen wissen und Ihre Ideen mit uns teilen? Sie erreichen uns jederzeit unter

Ihr Peter Egan, Fraktionsvorsitzender der WAB

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350 neue Radabstellplätze am Ahrensburger Bahnhof

Viele von Ihnen werden schon gesehen haben, dass am Südausgang des Bahnhofs die Brachfläche gerodet wird. Dort wird im Laufe des Jahres eine große, moderne Abstellanlage für 350 Fahrräder errichtet. Der politische Beschluss ist jedenfalls getroffen und die Arbeit hat begonnen. Der Weg hierher ist ein schönes Beispiel funktionierender Kommunalpolitik, wenn Verwaltung und Politik Hand in Hand arbeiten.

Der erste Plan war die Errichtung eines Fahrradparkhauses vor dem Bahnhof. Dieser verschwand aber aus diversen Gründen wieder in den Schubladen. Der offensichtliche Mangel an Fahrradstellplätzen rund um den Bahnhof konnte aber nicht in der Schublade behoben werden.

Deshalb stellte die WAB 2016 den Antrag die jetzt gerodete Fläche zu eine Fahrradabstellanlage auszubauen. Um den Bedarf zu ermitteln hat unser  Fraktionschef persönlich an 16 Terminen im Jahr die abgestellten Räder gezählt, was ihm sogar eine nette Unterhaltung mit einer verwunderten Polizeistreife einbrachte („Darf man fragen, was Sie da machen?“). Die Zahlen, ohne teure Gutachter in Eigeninitiative beigebracht, erwiesen sich auch beim diesjährigen Beschluss als hilfreich, um neu gewählte Stadtverordnete vom Bedarf an der gewählten Stelle zu überzeugen. Auch die andern Parteien konnten so für das Projekt gewonnen werden.

In 2018 wurden diverse Planungsvarianten in der Rad-AG durchgearbeitet, bis im Herbst ein richtig guter Vorschlag fertig war. Es wird in der Anlage gesicherte Plätze geben, um auch wertvolle Räder als Bahnhofsräder zu nutzen, es wird überdachte Plätze geben und Plätze für Räder mit Anhängern und Lastenräder. Wahrscheinlich möglich sind Schließfächer für Helme oder Fahrradtaschen. Im letzten Moment kam noch die Frage auf, ob nicht die Dächer der Abstellanlage als Photovoltaikanlage ausgelegt werden könnten. Auch für die Ahrensburger Verkehrspolitik ist es ein großer Schritt. Ein Fahrradpendler benötigt keinen KFZ-Parkplatz und die geplanten 350 Abstellplätze für Räder kosten gerade einmal so viel wie gut 10 PKW-Tiefgaragenplätze! So sieht gute, nachhaltige Investition in die Zukunft aus!

Es war ein langer Prozess, aber Demokratie braucht eben Elan und Zeit, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Mischen Sie sich ein, es ist auch Ihre Stadt!

 

Ihr Detlef Steuer

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Wie soll Ahrensburgs Innenstadt sich entwickeln?

Seit 2016 ist Ahrensburg Nutznießer des Städtebauförderprogramms, in dem Kosten für Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Innenstadt bis zu 66% von Bund und Land übernommen werden. Eine großartige Chance für uns.

Es gibt eine lange Liste geeigneter Maßnahmen, aber bisher wurden nur die Sanierung des Rathauses und der Kauf des Speichers hinter dem Marstall konkret begonnen. Das wahrscheinlich kontroverseste Element in diesem Programm ist die Frage, wie wir künftig den Verkehr in der Innenstadt organisieren wollen.  Es gibt einen prinzipiellen Konsens, dass unsere zentralen Plätze und Straßen mehr Aufenthaltsqualität bekommen sollen, indem der bisher alles dominierende PKW-Verkehr reduziert und das Parkplatzangebot neu strukturiert wird.

Ein Eckpfeiler dieser Strategie ist der Bau einer Tiefgarage, die zusammen mit den bereits bestehenden Tiefgaragen und Parkhäusern, den Löwenanteil des Parkplatzangebots stellen soll. Ein erster Entwurf sieht den Bau einer halboffenen Tiefgarage  unter dem Stormarnplatz mit 255 Plätzen bei einer Investition von 7 Mio Euro vor. Damit soll es gelingen, Hamburger Straße, Dreizack, Große Straße-Süd und den Rathausplatz vom Parkdruck zu befreien und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Die WAB unterstützt das Projekt Tiefgarage, aber wir wollen, dass vor einer solch hohen Investition ein übergreifendes Mobilitätskonzept für unsere Innenstadt mit den Bürgern beraten wird. Wie können wir die Wege in die Stadt mit Bus, Fahrrad oder zu Fuß attraktiver gestalten? Ist eine Ergänzung des ÖPNV durch individualisierte Sammeltaxis denkbar und finanzierbar?  Wie sieht ein modernes Konzept der Parkraumbewirtschaftung aus? Was werden die Folgen für Handel, Dienstleister und Gastronomie sein, wenn die Innenstadt attraktiver wird, aber die oberirdischen Parkplätze entfallen?  Welche Lösungen können wir den Berufseinpendlern, die im Zentrum arbeiten, anbieten?

Bei diesen Beratungen werden konträre Meinungen und Interessen aufeinanderprallen, aber wir müssen diese Diskussion führen. Wenn wir diesen schwierigen Fragen ausweichen, indem wir erst einmal den Bau der Tiefgarage beschließen, und alles andere vertagen, verpassen wir eine große Chance für die Stadt.

Wie sehen Sie das? Schicken Sie uns ihre Ideen und Meinungen an

 Ich wünscheIhnen ein erfolgreiches Jahr 2019

Peter Egan, Fraktionsvorsitzender der WAB

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Gelebte Demokratie in Ahrensburg, ein persönliches Zwischenfazit

Als kleine Wählergemeinschaft darf die WAB nicht hoffen, die Welt aus den Angeln zu heben. Allerdings meine ich als Neuling in der WAB nach einem halben Jahr sagen zu können, dass man in den Sitzungen auf kommunaler Ebene oft noch den frischen Geist der Demokratie findet. Nicht zu viele Fragen sind parteipolitisch eindeutig zu klären, stattdessen geht es in der Regel um reine Sachfragen. Jeder kann sagen, was er denkt, es wird zugehört und schließlich abgestimmt. Natürlich haben die Parteien und auch die WAB vorher Unterlagen durchgearbeitet und sich intern Gedanken gemacht, jedoch gibt die Debatte oft den vorgetragenen Argumenten Gewicht. Lebendige Demokratie!

Vielleicht gerade deshalb kann auch eine kleine Gruppe echte Erfolge wie den Folgenden feiern. Am 26.1. hat die Landesregierung den Weg für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge frei gemacht. Die WAB hatte daraufhin bereits im März einen entsprechenden Antrag für Ahrensburg gestellt, allerdings erfolglos. In der Sitzung gab es heftigen Gegenwind und eine krachende Abstimmungsniederlage. Ein paar Tage später im Wahlkampf aber hatten manche, die den Antrag zuvor abgelehnt hatten, anscheinend erkannt, dass gute Argumente auf unserer Seite waren und machten mit „unserem“ Thema Wahlkampf. Letzte Woche im Bauausschuss war es dann so weit: Die Verwaltung hatte einen Satzungsentwurf vorgelegt, der Straßenausbaubeiträge rückwirkend zum 1.3. abschafft. Der Antrag wurde einstimmig angenommen!

Als WAB sagen wir dazu: Besser spät als nie! Durch die Rückdatierung kommt es genau so, wie wir es damals gewünscht hatten! Wer sich engagieren möchte, der oder dem kann ich nur empfehlen in eine Partei ihrer oder seiner Wahl zu schnuppern. Natürlich am liebsten direkt bei der WAB, wenn man sich auf Ahrensburg konzentrieren möchte.

Unsere Fraktionssitzungen sind offen. Schauen sie gern am  1. oder 3. Dienstag des Monats, 19 Uhr, im Peter-Rantzau-Haus vorbei. Es ist Arbeit, aber es macht Spass!

Ihr Detlef Steuer ;

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Stormarnplatz: Das Vereinshaus kommt ! (Aber der Preis ist heiß!)

Liebe Mitbürger,

Es ist geschafft. Die Umkleidekabine mit Vereinshaus auf dem Stormarnplatz kommt endlich.

Einige von Ihnen werden sich sicher fragen, warum haben wir als WAB gegen den Beschluss zum neu geplanten Vereinshaus/Umkleidekabinen am Stormanplatz gestimmt, obwohl wir eine der ersten Befürworter einer solchen Einrichtung waren?

Wir sind dafür! ABER nicht für diese hohen Kosten. Bei diesem Projekt gab es eine Kostensteigerung, die uns nicht gefällt. Von ursprünglich geplanten T€ 400, über zwischenzeitlich angepasste T€ 800, zu jetzt 1,25 Mio €! Nach unserer Einschätzung würde ein kleinerer Bau mit ausreichend Lagerfläche, 4 Umkleidekabinen und einem kleinerem Sozialraum ausreichend sein.  Unseres Erachtens ist diese Alternative nicht ausreichend geprüft worden. Das ist der entscheidende Punkt, den wir bemängeln.

Diese unschöne Tendenz der nachträglichen „Kostenexplosionen“ stellen wir in letzter Zeit häufig fest. (Moorwanderbrücke, Ahrensburger Redder, Rathaus, etc.). Und es liegt dabei häufig lediglich an den hochgeschraubten Anforderungen der Auftraggeber, nicht unbedingt nur an den gestiegenen Baukosten. Jeder scheint momentan zumindest einen „Goldenen Wasserhahn“ für sich sichern zu wollen, anstatt auf eine angemessene Verwendung der Mittel zu achten, unsere Steuergelder.

Was würden Sie mit ca. 400.000,00€ in Ahrensburg verbessern oder verschönern wollen? Das sind die Mittel, die unseres Erachtens allein in diesem Fall zu viel investiert werden!

Ampeln an Gefahrenpunkten? Kantinen an den Schulen? Spielplätze? Parkraumverbesserung? Bessere Radwege? Bessere Kinderbetreuung? Und noch viele weitere Möglichkeiten in Ahrensburg…

Nochmals: Wir freuen uns über die nun endlich kommende Umsetzung! Aber bei den insgesamt knappen Finanzmitteln und den vielen offenen Baustellen, hätten wir eine bescheidenere Lösung bevorzugt.

Ferner möchten wir, die WAB, Sie alle dazu bewegen, sich intensiv mit den anstehenden Projekten in Ahrensburg auseinander zu setzen und uns Ihre Meinung zu schreiben. Sie erreichen uns unter .

Konstruktiv,fair und gemeinsam für ein tolles Ahrensburg!

Hardy Horenburger,

stlv. Mitglied im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss

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Ausblick der WAB auf die neue Wahlperiode

Vor drei Wochen haben die Ahrensburger ihre neuen Stadtverordneten gewählt. Nach einem intensiven, manchmal kontroversen, aber fair geführten Wahlkampf fragt man sich, welche Botschaft dieses Ergebnis für die Lokalpolitiker hat.

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Gewinne oder Verluste von CDU, SPD, Grünen und FDP gegenüber der Kommunalwahl 2013 in Ahrensburg fast identisch waren mit den landesweiten Trends. Es ist daher nicht leicht, den Einfluss spezifisch Ahrensburger Themen auf das Ergebnis zu beschreiben.

Die WAB hat sich in der nun 6 Fraktionen umfassenden Stadtverordnung gut behaupten können. Wir fühlen uns bestätigt, dass wir als unabhängige und pragmatische lokale Wählergemeinschaft eine wichtige Rolle in der Kommunalpolitik spielen. Die Wahl ist vorbei, aber die Probleme der Stadt bestehen weiter.

Seit 2013 wurde die Betreuungskapazität in unseren Kindergärten, Krippen und Horten um 60% erhöht, aber durch Zuzug, steigende Geburtenraten und gestiegene Betreuungsansprüche können wir die Nachfrage nach Betreuungsplätzen derzeit nicht decken.  Unserer Schulen werden Zug um Zug renoviert und ausgebaut, aber die Herausforderungen durch neue Lernkulturen und Inklusion bleiben gewaltig. Es wird Zeit brauchen, die aktuellen Mängel zu überwinden, aber hier sind sich alle Fraktionen einig.

Viel schwieriger wird die Lösung unserer Verkehrsprobleme und der Stadtentwicklung. Obwohl es in der Vergangenheit immer Mehrheitsoptionen für CDU/SPD oder CDU/Grüne gab,  haben Konkurrenzdenken und fehlende Kompromissbereitschaft zu Stillstand auf breiter Front geführt.

Die WAB bietet sich, wie auch in der Vergangenheit, als konstruktiver und pragmatischer Partner an. In der Verkehrspolitik kämpfen wir für stärkere Förderung von Radverkehr und ÖPNV, aber wir dürfen den Erhalt und Ausbau von Straßen nicht vernachlässigen, weil Bürger und Unternehmen auf individuelle Mobilität beruflich und sozial angewiesen sind.

In der Stadtentwicklung wollen wir uns in den nächsten Jahren auf die Schaffung von Wohnraum durch zentrumsnahe Verdichtung konzentrieren, aber die Stadt braucht auch Angebote für Familien, die am Stadtrand mit Garten leben wollen.

Wir haben keine Patentlösungen und sind daher auf den Dialog mit Ihnen angewiesen. In den kommenden Jahren werden wir regelmäßig Veranstaltungen anbieten, in denen wir mit Ihnen ins Gespräch kommen wollen, immer auf der Suche nach der besten Lösung für unsere Stadt.

Peter Egan, WAB-Fraktion

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