Die WAB setzt sich für Chancengleichheit bei Bewerbungsverfahren ein

Im kommenden Hauptausschuss wird die WAB zusammen mit den Grünen einen Antrag für die Einführung des sogenannten „Anonymisierten Bewerbungsverfahrens“ vorlegen.
Ein kurzer Blick auf Namen, Geschlecht oder Alter reicht oft, um eine Bewerbung auszusortieren. Beim anonymisierten Bewerbungsverfahren wird in der ersten Stufe des Auswahlverfahrens auf Angaben wie Name, Geburtsdatum oder Herkunft verzichtet, so dass ausschließlich die Qualifikation der Bewerbenden zählt. So werden nachweislich die Chancen insbesondere für Frauen, Ältere oder auch Menschen mit Migrationshintergrund auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhöht.
Grundlage des Auswahlverfahrens ist ein passgenau erstellter anonymisierter Online-Bewerbungsbogen, der nur Kompetenzen, Qualifikation, Erfahrung und Motivation erfasst. In der zweiten Stufe erhalten die Personalverantwortlichen die kompletten Unterlagen und können sich auf das Vorstellungsgespräch wie üblich vorbereiten.
Das Verfahren bietet auch Vorteile für die Verwaltung, da der Fokus auf die Qualifikation die Qualität des Auswahlprozesses erhöhen kann. Rechtlich bietet dieses Verfahren mehr Sicherheit, dass die Verwaltung bei der Auswahl nicht gegen das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)“ verstößt.
Die Verwaltung sollte Vorbild der WAB sein und künftig anonyme Bewerbungen ohne Angabe von Namen, Alter, Geschlecht, Religion, Familienstand, Anschrift, Foto, Nationalität und Geburtsort zulassen und möglichst anwenden.
„Wir haben hier die Chance ein Vorbild zu sein, indem wir die Vorschläge der Antidiskriminierungsstelle umsetzen.“ so Dustin Holzmann Stadtverordneter der WAB.
Testläufe unter anderem beim Bundesfamilienministerium, der Stadtverwaltung Celle und namhaften Unternehmen waren erfolgreich.
Der Antrag wird am Montag den 19.05.2014 im Peter-Rantzau-Haus, Manfred-Samusch-Str.9, R. 4.

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